Impfstoffe

Generikahersteller gegen Ausschreibungen

, Uhr

Bei den Ausschreibungen für Grippeimpfstoffe kommen die Generikahersteller selten zum Zug. Kein Wunder also, dass sich ihr Branchenverband Pro Generika gegen die Verträge ausspricht: Die AOK habe bereits Rabattverträge kündigen müssen, weil Unternehmen nicht lieferfähig gewesen seien, so Geschäftsführer Bork Bretthauer. „Bei den aktuellen Engpässen zeigen sich Auswirkungen der AOK-Rabattverträge jetzt akut.“

Zurzeit stehe nicht genügend Grippeimpfstoff des rabattvertraglich gebundenen Pharmaherstellers zur Verfügung, so Bretthauer. Da die AOK andere Hersteller ausgeschlossen habe, hätten diese den jetzt benötigten Impfstoff nicht produziert. Somit könnten Pharmaunternehmen die Lieferengpässe nicht kompensieren.

„Gerade bei komplexen Herstellungsprozessen, wie sie zum Beispiel bei Impfstoffen zur Anwendung kommen, ist eine Vielfalt der Anbieter umso wichtiger“, sagte Bretthauer. Rabattverträge allerdings führten grundsätzlich zur Marktkonzentration und würden damit zunehmend zum Versorgungsproblem.


Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Nur saisonales Zusatzgeschäft
Apotheken wollen alle Totimpfstoffe
APOTHEKENTOUR: 50 Prozent Besucherwachstum
Impfen ist Herzensangelegenheit
Mehr aus Ressort
Milliardenschwere Reformvorhaben
AG Gesundheit: Wer bekommt was?
Weniger als 17.000 Apotheken
BMG kommentiert Apothekenzahlen nicht
Weiteres
Aktuell keine Beeinträchtigungen
E-Rezept: Erneut TI-Störung bei Arvato»
Probleme bei Noventi-Kunden
E-Rezept: Störung wegen Update»
„Redundante Einheiten“ im Gesundheitsministerium
USA: Kennedy streicht 10.000 Stellen»
Schaden über 1,5 Millionen Euro
Paxlovid: Inhaberin und Ehemann verurteilt»