Zwangsabschläge

11 Prozent Rabatt für Kassen

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Die Krankenkassen haben im vergangenen Jahr 3,8 Milliarden Euro an Zwangsrabatten von den Pharmaherstellern und Apotheken kassiert. Bei Gesamtausgaben von 29,4 Milliarden Euro entspricht dies einem prozentualen Nachlass von 11, 3 Prozent. Während die Industrie 2,5 Milliarden Euro (minus 0,9 Prozent) schulterte, zahlten die Apotheken 1,25 Milliarden Euro (plus 0,2 Prozent). Dies geht aus Zahlen des Marktforschungsunternehmens IMS Health hervor.

Insgesamt stiegen die GKV-Arzneimittelausgaben nach Abzug der Zwangsabschläge um 443 Millionen Euro beziehungsweise 1,5 Prozent. GKV-Spitzenverband und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatten ursprünglich eine maximale Steigerung um 2,7 Prozent vereinbart.

Die Zahl der abgegebenen Packungen lag mit 677 Millionen Einheiten 0,1 Prozent unter Vorjahr. Während bei N3-Einheiten ein Zuwachs von 3,7 Prozent verzeichnet wurde, waren N1- und N2-Größen um 3 Prozent rückläufig.

Nicht enthalten in den Zahlen sind laut IMS Einsparungen aus den Rabattverträgen und die Zuzahlungen der Patienten.

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