Impfstoff für die mobilen Teams

Niedersachsen setzt auf Schwerpunktapotheken

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Berlin -

In Niedersachsen sollen die geplanten 135 mobilen Impfteams nach Schließung der Impfzentren von Schwerpunktapotheken beliefert werden. Bis zu 12 Personen bilden ein Team – die Ärzt:innen werden weiterhin auf Grundlage einer Vereinbarung mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) tätig sein.

Ab Oktober sollen bis zu 135 Impfteams mit maximal 12 Mitgliedern pro Team die anstehenden Auffrischimpfungen durchführen. Zu diesem Zeitpunkt stellt der Bund auch die Impfstofflieferungen an die Länder ein. Die mobilen Impfteams sollen dann durch Schwerpunktapotheken mit den benötigten Impfstoffen beliefert werden. Die Grundlagen dafür hat das Land mit dem Landesapothekerverband (LAV) verhandelt. Die Schwerpunktapotheken wurden bereits bestimmt.

Fraglich ist, wie die Verteilung des mRNA-Impfstoffes von Moderna erfolgen soll – bislang konnte dieses Vakzin noch nicht von den Apotheken bestellt werden. In den Impfzentren selbst und auch beim Aufbau der mobilen Teams hatte das Land bisher auf pharmazeutisches Personal verzichtet. Ein mobiles Team bildete sich in der ersten Phase des Impfens aus einem Arzt/einer Ärztin und einer impfbefähigten Person. Dass in einigen Landkreisen und Städten dennoch PTA im Einsatz waren, kann das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung nicht ausschließen, da die Impfzentren und somit auch die Teams durch Drittbeauftragte (DRK, Johanniter) organisiert wurden.

Kernaufgaben der mobilen Teams sind:

  • Die Durchführung der Auffrischungsimpfungen in Alten- und Pflegeheimen sowie in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Steigerung der Impfquote durch dezentrale Impfaktionen (Schulen, Hochschulen, Brennpunkte)
  • „Akut-Impfungen“ bei stark steigenden Infektionszahlen in einzelnen Regionen

„Mit dem Ende dieses Monats gehen wir nun in eine neue Phase über: Der Löwenanteil der Schutzimpfungen gegen Covid-19 wird ab Oktober vom Regelsystem der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, den Krankenhäusern und den betriebsärztlichen Diensten getragen“, so Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). Dies sei seit Beginn der Impfkampagne im vergangenen Dezember so geplant und nach den großen Impferfolgen der letzten Wochen und Monate auch der richtige Schritt. „Wir wollen gemeinsam dafür arbeiten, dass die Impfquote in Niedersachsen noch weiter steigt. Dafür schaffen wir mit den mobilen Teams in allen Landkreisen und kreisfreien Städten die Voraussetzungen.“ Bis Ende September werden in den niedersächsischen Impfzentren noch mRNA-Zweitimpfungen durchgeführt. Auch Einmalimpfungen mit dem Vektorimpfstoff von Janssen stehen noch an. Vaxevria (AstraZeneca) wird nicht mehr verimpft.

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