Apothekenhonorar

Michels will noch warten

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Während andere Bundesländer bereits Streikplakate verschicken, hält man sich in Westfalen-Lippe weiter zurück. Der Apothekerverband will trotz des Protestwillens seiner Mitglieder auf ein Signal aus Berlin warten. Mehr als jeder dritte Apotheker wäre zu einem Streik bereit. „Wir werden je nach Fortgang der Gespräche zwischen ABDA und den Bundesministerien über das weitere Vorgehen entscheiden“, so Verbandschef Dr. Klaus Michels.

Der Verband hatte seine Mitglieder vergangene Woche befragt. Die Apotheker hatten die Wahl zwischen Streik, Demonstrationen und anderen Aktionen. Von 1700 Apotheken haben 962 geantwortet, das entspricht einer Rücklaufquote von 47 Prozent. 650 Apotheken sind streikbereit. Unter ihnen sprechen sich etwa 60 Prozent für einen ganztägigen Arbeitskampf aus, knapp 40 Prozent würden stundenweise streiken. An Demonstrationen würden sich 58 Prozent beteiligen.

Zwar zeigten die Ergebnisse der Umfrage, wie ernst die Lage sie. Doch „noch ist die abschließende Entscheidung in Berlin nicht gefallen“, so Michels. Die Politik müsse sich in der Honorardebatte bewegen, sonst schlössen viele Apotheken nicht nur für einen Tag, sondern für immer, mahnt er.

 

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