Wer streikt, wer nicht?

Interaktive Karte „Protest-Checker“

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Berlin -

Am 14. Juni sollen die Apotheken bundesweit streiken. Ob sich die Inhaber:innen am Streik beteiligen oder nicht, hängt häufig auch vom Umfeld ab. Um transparent zu machen, welche Kolleg:innen auf welche Art und Weise protestieren, hat der Verein Freie Apothekerschaft eine interaktive Karte erstellt, bei der sich die Apotheken mit ihren Maßnahmen eintragen können.

Die FA-Vorsitzende Daniela Hänel gibt beim BMG die gesammelten Protestkarten ab.Foto: Daniela Hänel

„Wenn die Kollegen mitziehen, mache ich auch dicht.“ So oder ähnlich äußern sich dieser Tage viele Inhaber:innen mit Blick auf den geplanten Protesttag. Dahinter steht zum einen die Überzeugung, dass nur eine breit angelegt Aktion auch den gewünschten Effekt hat, zum anderen stehen die Apotheken natürlich lokal im Wettbewerb zueinander. Da möchte niemand der oder die einzige sein, der die Kundschaft für einen Tag aussperrt.

Die Freie Apothekerschaft hat daher den „Protest-Checker“ ins Leben gerufen. „Wer macht mit? Was machen die lieben Nachbarn?“ Mit der inaktiven Karten sollen alle den Überblick behalten. Notwendige Eintragungen sind Name und Ort der Apotheke sowie eine kurze Beschreibung der jeweiligen Aktionen – ob Tür geschlossen, Notdienst oder Info-Stand vor der Tür.

Anspruch auf Vollständigkeit oder auch nur korrekte Angaben kann die Seite freilich nicht erheben: Jeder kann Daten für jede beliebige Apotheke eintragen – also zum Beispiel nicht nur die eigene Aktion, sondern auch die Nichtbeteiligung der Nachbarapotheke öffentlich machen. Die Freie Apothekerschaft bittet, dass jede Apotheke nur einmal eingetragen wird. Ein technischer Schönheitsfehler: Korrekturen sind nicht möglich.

Die Vorsitzende der Freien Apothekerschaft, Daniela Hänel, hat unterdessen am Amtssitz des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) in Berlin 800 Protestkarten abgegeben, die in ihrer Apotheke in Zwickau von Kundinnen und Kunden unterschrieben wurden.

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