Honorarreform

700 Millionen für „Ost-Ärzte“ dpa, 02.09.2008 12:34 Uhr

Berlin - 

Die niedergelassenen Ärzte in Ostdeutschland können 2009 mit einem Honoraranstieg um etwa 700 Millionen Euro rechnen. Dies folgt nach ersten Schätzungen aus der jüngsten Einigung auf ein Honorarplus für die Kassenärzte, wie der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Rolf Schwanitz (SPD), mitteilte. Die Preise für die ärztlichen Leistungen in den neuen Ländern würden an das höhere Bundesniveau angeglichen. Zudem könnten sie mehr Behandlungen und Diagnosen abrechnen. Versorgungslücken im ländlichen Raum könnten so leichter geschlossen werden, so Schwanitz.

Nach den am Donnerstag abgeschlossenen Honorar-Verhandlungen zwischen Ärzten und Krankenkassen sollen die Vergütungen für niedergelassene Ärzte im nächsten Jahr insgesamt um 2,7 Milliarden Euro (etwa zehn Prozent) steigen. Die Versicherten werden durch den Abschluss mit einem Anstieg des Beitragssatzes um bis zu 0,27 Prozentpunkte belastet.