Einige Darreichungsformen und Packungsgrößen des Basalinsulins Tresiba werden laut Information von Novo Nordisk von Lieferengpässen betroffen sein. Die Situation verschärfe sich unter anderem auch durch den Verkauf des Antidiabetikums in andere europäische Märkte. Auch Mitte März erwartete Teillieferungen würden den Bedarf nicht decken können, so der Hersteller.
Das Ultralangzeitinsulin könnte laut Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker (AMK) in den kommenden Wochen von Lieferschwierigkeiten betroffen sein. Laut einem Informationsschreiben des Herstellers werde die Liefersituation bei Tresiba in Deutschland zusätzlich durch den Vertrieb in andere europäische Märkte verschärft. Folglich sei das Antidiabetikum nicht in allen Apotheken erhältlich, obwohl Novo Nordisk den deutschen Markt beliefere. Dazu komme die Einschätzung des Herstellers, auch mit Mitte März gelieferten Teilmengen den Bedarf nicht decken zu können.
Das Problem: Patient:innen müssen auf eine andere Stärke oder ein anderes Insulin umstellen. Dabei kam es laut Hersteller bereits zu Fehldosierungen.
Patient:innen sollen während der Umstellungsphase von medizinischem Fachpersonal überwacht und häufig per Blutzuckertests kontrolliert werden.
Achtung: Es darf keine Dosisumrechnung auf Basis der unterschiedlichen Stärken vorgenommen werden.
Erst Mitte Januar sorgte die Bestellung von Tresiba in Apotheken für Unmut. Beim Großhandel war seitdem kaum Ware zu bekommen, bei Pharma Mall sind nur Bestellungen über fünf Packungen möglich. Um Betroffene versorgen zu können, müssten sich Apothekeninhaber:innen beispielsweise einen unnötigen Vorrat der Antidiabetika anlegen.
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