Schutz im Neugeborenen- und Säuglingsalter

Keuchhusten-Impfung: Ideal im letzten Trimenon

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Berlin -

Die Impfungen der Mutter sorgen beim Säugling für eine gewisse Schutzwirkung. Deshalb ist es wichtig, sie wahrzunehmen. Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) verweist auf die Wichtigkeit der Keuchhustenimpfung und gibt als optimalen Zeitpunkt das letzte Schwangerschaftsdrittel an.

„Keuchhusten-Infektionen sind für Neugeborene und Säuglinge besonders gefährlich“, erklärt der BVF. Die explizite Impfempfehlung im Zeitraum der Schwangerschaft habe daher das Ziel, die Zahl der Infektionen, Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Neugeborenen und Säuglingen zu verringern. Ein guter Zeitpunkt sei der Schwangerschaftsvorsorgetermin in der 28. bis 32. Schwangerschaftswoche – und damit der Beginn des letzten Trimenons.

Keuchhusten birgt Gefahren für den Säugling

Bei den Säuglingen kann eine Infektion mit Keuchhusten – medizinisch auch als „Pertussis“ bezeichnet – zu lebensbedrohlichen Atemstillständen führen. Außerdem kann es zu Lungen-, Hirn- und Mittelohrentzündungen kommen. Die Ansteckung erfolgt meist über die direkten Kontaktpersonen des Säuglings, also Mutter und Vater, sowie Geschwister und Großeltern.

Selbst wenn die Mutter vor der Schwangerschaft geimpft wurde oder eine Keuchhusten-Infektion durchgestanden hat, sind die Antikörpertiter nicht mehr hoch genug, um auch den Säugling zu schützen. Der BVF erklärt, dass die Blutkonzentrationen bereits nach einem Jahr relevant abnehmen. „Eine Keuchhusten-Impfung in der Schwangerschaft erhöht die schützenden Antikörperkonzentrationen sowohl bei der Schwangeren als auch beim Neugeborenen wirksam. Jede Schwangere sollte sich daher in jeder Schwangerschaft unabhängig von ihrem Pertussisimpfstatus im frühen dritten Schwangerschaftsdrittel gegen Pertussis impfen lassen“, betont BVF-Vorstandsmitglied Dr. Cornelia Hösemann.

Covid-19, Influenza & Pertussis

Auch wenn die Impfung erst wenige Wochen vor der Geburt stattfindet, kann Daten zufolge noch ein gewisser Schutz erreicht werden. „Besteht ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt, ist eine Impfung bereits im zweiten Schwangerschaftsdrittel sinnvoll und angeraten“, so der BVF. Der Verband verweist außerdem auf die Wichtigkeit der Covid-19-Impfung und Grippeimpfung während der Schwangerschaft. „Ein umfassender Impfschutz trägt zu einem erheblichen Teil zum Schutz von Mutter und Ungeborenem bzw. eines komplikationsarmen Schwangerschaftsverlaufs bei.“

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