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Sicherheitstüte für Arzneimittel

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Damit die Kunden der Vital-Apotheke in Neumarkt wissen, ob und wie sich verschiedene Arzneimittel vertragen, hat Apothekerin Margit Schlenk die „Arznei-Sicherheitstüte“ erfunden. Auf der weißen Papiertüte ist ein Logo mit den Worten „Arzneimittel“ und „Sicherheit“ aufgedruckt. Die Rückseite ist mit einem strukturierten Erfassungsbogen bedruckt.

Dort sollen Patienten alle Medikamente und auch Nahrungsergänzungsmittel eintragen, die sie zu sich nehmen. Anschließend sollen sie die Tüte in die Apotheke bringen. In die Tüte gehören beispielsweise leere Verpackungen oder Beipackzettel. Die Arzneimittel werden dann auf Wechselwirkungen hin überprüft. „Dafür brauchen wir etwa 15 bis 20 Minuten“, sagt Schlenk. Auch werden das Verfallsdatum überprüft, die Reichweite bei angegebener Dosierung berechnet und die Ergebnisse schriftlich dokumentiert.

Der kostenlose Service werde von den Kunden sehr gut angenommen. „Wir geben jedem Patienten eine Tüte mit“, erzählt die Apothekerin. Der Rücklauf liege bei 5 bis 10 Prozent. Wenn sie die Medikation überprüft habe, gebe es einen Tag später Gespräch mit dem Kunden, in dem dann beispielsweise Unverträglichkeiten mitgeteilt werden.

Vor etwa einem Jahr kam der Apothekerin die Idee zu der Aktion, mittlerweile haben sich ihr fast 30 Kollegen bundesweit angeschlossen. „Ich denke, dass die Arzneimittelsicherheit Aufgabe der Apotheken ist und weniger der Ärzte. Sie haben Arzneimittel ein Semester lang gelernt, wir unser gesamtes Studium lang“, so Schlenk.

 

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