Pay-for-delay

Verfahren gegen J&J und Novartis APOTHEKE ADHOC, 21.10.2011 15:22 Uhr

Berlin - 

Die EU-Kommission verdächtigt Johnson & Johnson (J&J) und Novartis unlauterer Geschäftspraktiken: Die EU-Wettbewerbshüter haben ein Kartellverfahren gegen beide Konzerne eröffnet. J&J soll Novartis bezahlt haben, um Generikakonkurrenz für Fentanyl in den Niederlanden zu verzögern.

Die EU-Experten nehmen nun die Verträge zwischen den Amerikanern und den auf Generika spezialisierten Zweigniederlassungen von Novartis unter die Lupe. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, droht den Firmen eine Kartellstrafe von bis zu 10 Prozent ihres Jahresumsatzes. Preisabsprachen, Vereinbarungen zur Aufteilung von Märkten und die sogenannten „Pay for Delay“-Vereinbarungen sind in der EU verboten. Eine Frist für die Entscheidung gibt es nicht.

Welche Produkte betroffen sind, wollten weder die Kommission noch die Konzerne verraten. Die J&J-Tochter Janssen Cilag vertreibt in Deutschland Durogesic und das Fentanyl Janssen.