OTC-Marken

Stada schielt auf Alli & Co.

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Der Generikakonzern Stada bemüht sich nach einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) um einen Teil des OTC-Geschäfts von GlaxoSmithKline (GSK). Der britische Pharmakonzern will einige seiner OTC-Marken verkaufen - darunter das Schlankheitsmittel Alli (Orlistat), die Intimpflege Lactacyd sowie die Urologika Granufink. Laut Bericht hält Stada für eine mögliche Übernahme mehrere Hundert Millionen Euro bereit.

GSK hatte im April Produkte zum Verkauf gestellt, die nicht zum Kerngeschäft gehören und mit einem Umsatz von umgerechnet rund 565 Millionen Euro im vergangenen Jahr rund 10 Prozent des Bereichs Consumer Healthcare ausmachten.

Wie die FTD unter Berufung auf Finanz- und Branchenkreise berichtet, würde Stada gerne das Europageschäft des Pakets mit rund 220 Millionen Euro Umsatz übernehmen. Bei einem Multiplikator von 3 käme man auf einen Kaufpreis von rund 600 Millionen Euro - das Gesamtpaket mit 1,7 Milliarden Euro wäre für die Bad Vilbeler vermutlich eher schwer zu stemmen. Stada-Chef Hartmut Retzlaff hatte bereits vor einigen Monaten klar gemacht, dass er an kleineren Transaktionen interessiert sei, für die Stada kein neues Kapital beschaffen müsse.

Problematisch wäre das Gesamtpaket nicht nur wegen des Kaufpreises: Die Produkte werden auch außerhalb von Europa vertrieben, und zum Portfolio gehört auch die Drogeriemarke Abtei. Laut FTD haben andere Bieter, die noch im Rennen sind, größere Chancen, weil sie das Paket nicht aufschnüren wollen. Zu den Interessenten gehören demnach die Finanzinvestoren Bain und Blackstone. Bereits aus dem Rennen sein soll Boehringer Ingelheim; den Pharmakonzern hatten vor allem die Europarechte am Antacidum Zantac/Zantic (Ranitidin) gereizt.

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