Der Automatenhersteller Knapp setzt bei Apostore den Rotstift an. Am Standort in Gelsenkirchen ist einem Medienbericht zufolge ein Stellenabbau geplant. Das Geschäft mit Kommissionierern in Apotheken sei rückläufig, sagte Marketingleiter Patrick Renner.
Der österreichische Hersteller Knapp will in Gelsenkirchen zwischen 50 und 100 Stellen streichen. Das berichtet WAZ online. Betroffen sei vor allem der Produktionsbereich. Nur eine „Restmannschaft in den Bereichen Produktion, Entwicklung und Verkauf soll bestehen bleiben“, heißt es.
Renner macht die angespannte finanzielle Situation der Apotheken für den Schritt verantwortlich: „Die anhaltend schlechte wirtschaftliche Situation für unsere Kunden in Deutschland und weiteren Märkten Europas hat dazu geführt, dass Investitionen in die Automatisierung von Apotheken massiv rückläufig sind. Um sicherzustellen, dass wir unsere Kunden, die Apotheken vor Ort, weiterhin als verlässlicher Partner unterstützen können, haben wir entschieden, die Stärken innerhalb der Knapp Gruppe zu bündeln. Das hat für den Standort zur Folge, dass Stellen abgebaut werden müssen.“
Apostore gehört seit 2018 komplett zu Knapp, seit 2021 firmiert der Betrieb unter Knapp Smart Solutions. Der deutsche Hersteller geht auf die Firma KHT zurück, die 1986 den laut eigenen Angaben „weltweit ersten Kommissionier-Roboter“ entwickelte. Aktuell arbeiteten insgesamt 157 Mitarbeitende für das Unternehmen.
Auch bei Mitbewerber BD Rowa läuft der Umbau: Zuletzt wurde die Kundenhotline ausgelagert. Dem Vernehmen nach sollten 60 Angestellte betroffen sein. Die Kundenhotline werde in Zukunft mit „gleich beziehungsweise sogar mit mehr Personal“ ausgestattet sein, sagte eine Unternehmenssprecherin.