AOK-Rabattverträge

Hersteller buhlen um Rabatt-Geschäfte

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Ganz so reibungslos wie von der AOK erhofft verläuft der Start der sechsten Rabattvertragsrunde noch nicht: Für die AOK Plus sind falsche Daten gemeldet, Metformin von Dexcel und Glimepirid von Norispharm sind noch nicht komplett lieferfähig. Die Apotheker können die vereinbarte Friedenspflicht gut gebrauchen. Die Unternehmen reagieren mit entsprechenden Angeboten.

Der abgelöste Omeprazol-Rabattpartner KSK Pharma hat noch einmal ein Bestellfax an die Apotheken geschickt: Mit Bezug auf die Friedenspflicht weist KSK darauf hin, dass bis Ende Juli jede Packungsgröße Omeprazol-KSK abgegeben werde dürfe - nicht nur die bislang rabattierten. Firmenchef Peter Krcmar argumentiert so: Wenn die neuen Rabattpartner bei einigen Wirkstoffen nicht lieferfähig seien, müssten die Patienten nicht zweimal umgestellt werden.

Doch auch die neuen Vertragspartner der AOK wollen möglichst schnell in die Schubladen. Der zur Teva-Gruppe gehörende Hersteller CT Arzneimittel hat einige Apotheken mit einem Startpaket ausgestattet. Dabei hat die Ratiopharm-Schwester offenbar nicht erst auf Bestellungen ihrer wichtigsten Rabattarzneimittel Bisoprolol und Enalapril gewartet, sondern die Päckchen zum Preis von rund 50 Euro unaufgefordert geschickt.

Der „Ausstattungsservice“ beinhaltet Einkauf zum Herstellerabgabepreis, 90 Tage Valuta und 3 Prozent Skonto. Trotzdem sind nicht alle Apotheke dankbar für Dienstleistungen dieser Art. Hexal hatte sich mit einer ähnlichen Aktion vor zwei Jahren die Finger verbrannt, als Apotheken nach Ablauf des Patentschutzes mit Pantoprazol bevorratet wurden. Wie viele Apotheken diesmal von CT bleifert wurden, war auf Nachfrage bislang nicht zu erfahren.

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