Trotz gestiegener Preise für Energie, Rohstoffe und Personal hat der Medizintechnik-Hersteller B. Braun im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um 31,1 Prozent auf 270,0 Millionen Euro, der Gewinn stieg auf gut 174 Millionen Euro nach 125,2 Millionen Euro im Vorjahr, wie B. Braun mitteilte. Der Konzernumsatz legte 2024 demnach um 4,4 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro zu.
„Dieses Wachstum kommt aus einem sehr gesunden Verhältnis von Preiserhöhungen, aber auch deutlichen Mengensteigerungen“, sagte die Vorstandsvorsitzende Anna Maria Braun in Melsungen. B. Braun liege damit über dem globalen Marktwachstum der Medizintechnik-Branche.
Wie Finanzvorständin Ingrun Alsleben erläuterte, legten nahezu alle Regionen und Sparten des Konzerns zu. Die Verbesserung sei hauptsächlich durch die Optimierung in der Produktion, Wachstum in profitablen Segmenten und eine deutlich bessere Auslastung der Kapazitäten in den Werken gelungen.
Für 2025 und darüber hinaus werde es für B. Braun entscheidend bleiben, das Konzern-Portfolio gezielt weiterzuentwickeln, betonte Alsleben. Die aktuelle Welt- und Wirtschaftslage und der Kostendruck im Gesundheitswesen blieben aber weiter sehr herausfordernd.
B. Braun mit Sitz in Melsungen (Schwalm-Eder-Kreis) stellt in 64 Ländern unter anderem Kanülen, Nährlösungen, chirurgische Instrumente und Pflaster her. Die Zahl der Beschäftigten weltweit stieg von 63.011 (Stand 31. Dezember 2023) auf 64.262. Neueinstellungen gab es dem Konzern zufolge vor allem in den Bereichen Produktion sowie Forschung und Entwicklung.