Therapie von Atem- und Harnwegsinfekten

Knapp die Hälfte der Hausärzte setzt auf pflanzliche Arzneimittel

Langenhagen -

Antibiotikaresistenzen nehmen immer mehr zu. Trotz dieser besorgniserregenden Entwicklung verschreiben immer noch 44 Prozent der Hausärzte bei leichten bis mittelschweren Harnwegsinfekten meist direkt chemische Antibiotika, so das Ergebnis einer aktuellen Befragung von TNS-Healthcare. Um Resistenzen zu vermeiden, plädiert Prof. Dr. med. Uwe Frank vom Universitätsklinikum Freiburg dafür, Antibiotika gezielter einzusetzen und bei unkomplizierten viralen und bakteriellen Infektionen auf pflanzliche Antibiotika wie zum Beispiel ANGOCIN® Anti-Infekt N auszuweichen. Jüngste Studien belegen: Atemwegs- und Harnwegsinfekte können in vielen Fällen mit dem pflanzlichen Antibiotikum aus Kapuzinerkresse und Meerrettich ebenso wirksam behandelt werden - bei einem deutlich geringeren Nebenwirkungspotential als bei chemischen Antibiotika.

Die Ansicht des Freiburger Experten teilt etwa die Hälfte der befragten Hausärzte: 46 Prozent sind der Meinung, dass bei leichten bis mittelschweren Harnwegsinfekten ein Therapieversuch mit pflanzlichen Arzneimitteln lohnt, bevor Antibiotika zum Einsatz kommen. Bei Infektionen der Atemwege starten sogar noch mehr, nämlich 52 Prozent der Befragten, die Behandlung mit pflanzlichen Arzneimitteln. Nur 17 Prozent verschreiben hier direkt Antibiotika, um Komplikationen zu vermeiden. Professor Frank spricht sich für einen sorgfältigeren Einsatz von chemischen Antibiotika aus. Zum Beispiel würden derzeit bei rund zwei Drittel der Patienten mit akuter Bronchitis Antibiotika verabreicht, obwohl bei diesem Krankheitsbild - wie bei allen durch Viren hervorgerufenen Infektionen - Antibiotika fehl am Platze seien. Durch Verzicht auf Antibiotika könne nicht nur die Resistenzentwicklung deutlich reduziert werden, sondern darüber hinaus große Summen im Gesundheitssystem eingespart werden.

Wirksamkeit pflanzlicher Antibiotika wissenschaftlich belegt

Obwohl bei beiden Krankheitsbildern fast die Hälfte der Befragten pflanzlichen Antibiotika den Vorzug gibt, ist die Kenntnis über deren Wirkspektrum nicht sehr ausgeprägt. Weniger als ein Drittel der Befragten beschreibt eine Wirkung gegen Bakterien, 37 Prozent äußern sich nicht zu der Frage und 22 Prozent vermuten nur Placebo-Effekte. Eine Studie an 1.649 Erwachsenen belegt für akute Sinusitis, akute Bronchitis und akute Harnwegsinfekte eine vergleichbare Wirksamkeit des pflanzlichen Arzneimittels ANGOCIN® Anti-Infekt N und eines Standard-Antibiotikums bei einem erheblich besseren Sicherheitsprofil des pflanzlichen Präparates. Die Beschwerdescores konnten bei allen geprüften Indikationen durch beide Behandlungen deutlich gesenkt werden. Die Nebenwirkungsrate lag bei dem pflanzlichen Arzneimittel signifikant unter der Kontrollgruppe (1,5 Prozent versus 6,8 Prozent).

Auch eine Studie an 858 Kindern und Jugendlichen von vier bis achtzehn Jahren, die wegen akuter Sinusitis, akuter Bronchitis oder akuter Blasenentzündung behandelt wurden, kommt zu dem gleichen Ergebnis: Die Therapie mit dem pflanzlichen Mittel, eine Kombination aus Kapuzinerkresse und Meerrettich, ist ebenso wirksam wie eine Behandlung mit klassischen Antibiotika - bei einem deutlich geringeren Nebenwirkungspotential und damit einer besseren Verträglichkeit des Phytotherapeutikums. In der Altersgruppe von sechs bis zwölf Jahren (218 Patienten) wurden gar keine Nebenwirkungen beobachtet.

In vitro-Untersuchungen zeigen außerdem, dass das pflanzliche Präparat das Wachstum von 13 klinisch relevanten Erregern von Atemwegs-, Rachen- und Harnswegsinfektionen hemmt. Für das Benzylsenföl aus der Kapuzinerkresse konnte eine breite antibakterielle Wirkung im grampositiven und gramnegativen Bereich nachgewiesen werden. Das Allylsenföl aus der Meerrettichwurzel zeigt eine gute Wirksamkeit im grampositiven Spektrum, während das 2-Phenylsenföl ein erweitertes Wirkspektrum im gramnegativen Bereich aufweist. Beide Pflanzenstoffe zusammen bilden somit eine besonders wirkungsvolle pflanzliche Alternative zu chemischen Antibiotika.

Sogar gegen Problemkeime wie MSRA aktiv

Was nur sechs Prozent der befragten Ärzte wissen: Die Pflanzenkombination zeigte sich sogar bei einigen Problemkeimen wie Methicillin-resistente Staphylokokken (MRSA) noch aktiv, gegen die bereits viele Antibiotika resistent sind. Wie 45 Prozent der Ärzte richtig vermuten, ist bei den Senfölen aus Kapuzinerkresse und Meerrettich selbst in der Langzeittherapie bisher keinerlei Resistenzentwicklung beobachtet worden. In Europa enden jährlich etwa 50.000 Krankheiten tödlich, die von arzneimittelresistenten Erregern ausgelöst wurden und auch in Deutschland steigt die Zahl der resistenten Keime stetig an. Um der wachsenden Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen entgegenzuwirken, plädieren immer mehr Experten dafür, chemische Antibiotika gezielter einzusetzen und bei unkomplizierten viralen und bakteriellen Infektionen auf pflanzliche Arzneimittel auszuweichen.


Über ANGOCIN® Anti Infekt N: Das Kombinationspräparat (rezeptfrei, Apotheke) enthält Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel. Die in beiden Pflanzen enthaltenen sog. Glucosinolate besitzen nach enzymatischer Umwandlung in die korrespondierenden Senföle antimikrobielle Eigenschaften. Die Tabletten können als Alternative zu chemischen Antibiotika sowohl bei akuten Harnwegsinfekten und akuten Infekten der oberen Atemwege als auch prophylaktisch eingenommen werden.

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