Berlin - In den USA könnte der Vertriebsstatus des Hustenstillers Dextromethorphan schon bald beschränkt werden. Dem US-Repräsentantenhaus liegt derzeit der „Dextromethorphan Distribution Act 2009” zur Abstimmung vor. Dem Gesetzesentwurf zufolge soll der Vertrieb, Besitz und Verkauf von Bulkware des Antitussivums nur noch Herstellern, Apothekern und Forschern gestattet sein. Damit will die Regierung den Missbrauch des in höheren Dosen psychotomimetisch wirkenden Stoffs durch Jugendliche unterbinden.
Ob das Gesetz dieses Mal den Kongress passieren wird, ist ungewiss. Das Repräsentantenhaus hat einem entsprechenden Papier bereits zweimal zugestimmt. Bislang konnte das Einverständnis der Senatoren vor Ablauf einer Legislaturperiode jedoch nicht gewonnen werden.
Das Antitussivum wird auch in Deutschland als Droge missbraucht. Bei starker Überdosierung verursacht der Wirkstoff ähnliche Rauschzustände wie LSD oder Opium. In den USA sind bereits Todesfälle infolge eines Dextromethorphan-Missbrauchs registriert worden.
Désirée Kietzmann, Dienstag, 31. März 2009, 15:27 Uhr
Dextromethorphan: Hustenmittel als Droge
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