zoom Keine Sonderangebote: Schweizer Wettbewerbshüter vermuten Preisabsprachen bei Viagra, Cialis und Levitra. Foto: Sonya Seattle
Keine Sonderangebote: Schweizer Wettbewerbshüter vermuten Preisabsprachen bei Viagra, Cialis und Levitra. Foto: Sonya Seattle
Share      

INTERNATIONALES

SCHWEIZ

Preisabsprachen bei Potenzmitteln?

Berlin  -  Die schweizerische Wettbewerbskommission (Weko) vermutet Absprachen der Pharmakonzerne Pfizer, Bayer und Eli Lilly mit Apothekern, Großhändlern und selbstdispensierenden Ärzten. Dabei geht es um die Preise für die Potenzmittel Viagra (Sildenafil), Cialis (Tadalafil) und Levitra (Vardenafil). Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen hohe Bußgelder.

Im Februar war eine Untersuchungsgruppe der Weko zu dem Ergebnis gekommen, dass die Publikumspreisempfehlungen von einem Großteil der Vertriebspartner eingehalten werden, so dass sich diese im Endeffekt wie Festpreise auswirken. Die Behörde vermutet eine wettbewerbseinschränkende unzulässige Preisbindung.

Die Weko prüft nun, ob die Absprachen zu unterbinden und zu sanktionieren sind. Bereits im Sommer 2006 hatte die Behörde die Ermittlungen gegen die Hersteller eingeleitet. „Dies ist die größte Untersuchung seit Bestehen der Wettbewerbskommission“, sagte der Vizedirektor des Weko-Sekretariats Olivier Schaller gegenüber APOTHEKE ADHOC. Die betroffenen Pharmakonzerne hätten bis Ende April die Möglichkeit, eine Stellungnahme zu den Vorwürfen einzureichen.

Danach wird die Weko über eine mögliche Strafe entscheiden. Den Unternehmen könnte ein Bußgeld von bis zu 10 Prozent des jeweiligen in der Schweiz erzielten Jahresumsatzes auferlegt werden. Die Wettbewerbshüter streben nach Angaben Schallers noch vor den Sommerferien eine Entscheidung in dem Verfahren an.

Die betroffenen Medikamente gehören zu den so genannten Hors-Liste-Medikamenten. Das sind Arzneimittel, die nicht von den Krankenkassen erstattet werden. Bei diesen Präparaten bestehen keine staatlich oder gesetzlich vorgegebenen Höchstpreise.

René Stüwe, Donnerstag, 05. März 2009, 14:00 Uhr

Lesen Sie auch

Großbritannien: Verdacht auf Preisabsprachen

Preisabsprachen: EU verhängt Millionenstrafe gegen Bayer

merken| kontaktieren| drucken| versenden| zurück
Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse

Heute erhalten 8544 Abonnenten den kostenlosen APOTHEKE ADHOC-Newsletter.
Jetzt anmelden!

Aktuelle Videos

Apothekengewerkschaft

Gemeinsam gegen die Schreckgespenster der Apotheker

Die Apothekengewerkschaft Adexa will die Arbeitsbedingungen in Apotheken verbessern.

Porträt

Andrew Witty

Glaxo-Chef wird EFPIA-Präsident

Andrew Witty, Chef des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK), ist neuer Präsident des europäischen Pharmaverbands EFPIA. Witty hat damit zum ...mehr

Kommentar

Halbtrockene Tücher

Jetzt gilt der Abschlag. Gilt er wirklich? Der DAV hat die Rechenzentren angewiesen, mit der neuen Zahl zu arbeiten. Das ist technisch korrekt, ...mehr

Copyright © 2009, APOTHEKE ADHOC ist ein Dienst von EL PATO Ltd. - Agentur für Kommunikation. Schumannstraße 2 / 10117 Berlin / Geschäftsführer: Patrick Hollstein, Elke Hinkelbein / Amtsgericht Berlin Charlottenburg / HRB 100 205 B / USt-IdNr.: DE246500697. EL PATO Ltd. haftet nicht bei Fehlern oder Störungen im Dienstbetrieb, bei Lieferschwierigkeiten, inhaltlichen oder textlichen Fehlern, außer in Fällen groben Verschuldens. Im Übrigen gelten unsere AGB. E-Mail: info@apotheke-adhoc.de URL: www.apotheke-adhoc.de Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Bitte beachten Sie auch AGB, Nutzungshinweise, Datenschutzerklärung und Impressum.