Berlin - Die Kosten für Präparate zur Tabakentwöhnung könnten für bestimmte Personen künftig von der Krankenasse bezahlt werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) empfiehlt, entsprechende Arzneimittel für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die an Disease Management Programmen (DMP) in den Leistungskatalog der Kassen aufzunehmen. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) muss den Vorschlag jetzt prüfen.
Im Fokus der Beratung von COPD-Patienten sollte die Raucherentwöhnung stehen, da Fortschreiten und Sterblichkeit dadurch signifikant abnehmen, so der G-BA. Neben nicht-medikamentösen und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen können gegebenenfalls unterstützend Medikamente zum Einsatz kommen.
Nicht nur Nikotinersatzpräparate, die OTC-Status haben, können dem G-BA zufolge verwendet werden. Auch die als Lifestyle-Präparate ausgeschlossenen verschreibungspflichtigen Raucherentwöhnungsmedikamente Zyban (Bupropion) und Vareniclin (Champix) sollen demnächst verschrieben werden können. Allerdings sind die Patienten zum Behandlungserfolg verdammt: Es soll nur eine einmalige Verordnung von Arzneimitteln möglich sein.
APOTHEKE ADHOC, Donnerstag, 22. Oktober 2009, 15:12 Uhr
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