zoom Rabattverträge mit Nebenwirkungen: Betapharm verzichtet bei den niedergelassenen Ärzten künftig auf den Außendienst. Foto: Betapharm

Rabattverträge mit Nebenwirkungen: Betapharm verzichtet bei den niedergelassenen Ärzten künftig auf den Außendienst. Foto: Betapharm

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GENERIKAHERSTELLER

Betapharm streicht Praxisaußendienst

Berlin  -  Im deutschen Generikavertrieb kreist die Axt. Aktuell streicht das Augsburger Unternehmen Betapharm, mit einem Umsatz von 210 Millionen Euro einer der führenden Generikahersteller in Deutschland, den gesamten Praxisaußendienst. 60 Stellen werden abgebaut, die Angestellten wurden heute informiert. Damit beschäftigt die Tochter des indischen Pharmakonzerns Dr. Reddy's im Außendienst aktuell rund 50 Mitarbeiter.

Der Apothekenaußendienst soll nach Aussage von Geschäftsführer Michael Ewers dagegen weiter gestärkt werden. Derzeit betreuen deutschlandweit 33 Mitarbeiter die Apotheken. Dazu kommen 19 Kundenbetreuer für Ärztenetzwerke. Trotz der schwierigen Situation will Ewers auch in Zukunft ausschließlich eigene Mitarbeiter beschäftigen; Leihaußendienstler seien kein Thema, so der Betapharm-Chef.

Ewers sieht in den Rabattverträgen der Krankenkassen einen der Hauptgründe für die aktuelle Situation. „Diese Entwicklungen gehen an niemandem vorbei“, so Ewers gegenüber APOTHEKE ADHOC. Ironie der Geschichte: Betapharm gehört mit 33 Zuschlägen, darunter Allopurinol, Captopril, Enalapril und Metoprolol, zu den Gewinnern der jüngsten AOK-Ausschreibung.

Patrick Hollstein, Donnerstag, 25. Juni 2009, 19:29 Uhr

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